Fotoalbum > APRS-Experiment vom 29. Juni - 1. Juli 2001 (1. Versuch)

Funkamateure setzen Treibboje auf dem Bodensee aus

Automatic Packet Reporting System (APRS) ist eine von Radioamateuren entwickelte Betriebsart (1992 erstmals in den USA veröffentlicht), welche die automatische Verbreitung von Daten über das Amateurfunknetz und Einspeisung ins Internet erlaubt. Stationär oder mobil/portabel gewonnene Daten wie Temperatur, Luftdruck, Windrichtung, Positionsdaten (GPS) usw. werden mit einfachen Mitteln über Funk (Packet Radio) und in Echtzeit interessierten Kreisen zur Verfügung gestellt.
Auf dieser Technologie basierte das im JEZ-Workshop erwähnte WxNet und das nachfolgende Projekt des AATiS.

Links:
2. Versuch: 29. Juni - 2. Juli 2002 (erfolgreich, mit Überraschungen)
3. Versuch: 26.-29. Juni 2003 (erfolgreich)

Der Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule e.V. (AATiS) hat mit einem technischen Highlight bei der Amateurfunkmesse Ham Radio in Friedrichshafen begeistert: dem Treibbojen-Projekt!
Vom 29. Juni bis zum 1. Juli 2001 driftete auf dem Bodensee eine Treibboje mit Messgeräten, erkundete Strömungs- und Windverhältnisse, verglich Luft- und Wassertemperaturen um diese Daten per Funk europaweit zu verteilten.
Informationen über APRS finden Sie unter www.aprs.de und projektbezogene unter www.aatis.de/Projekte/Treibbojen/treibbojen.html.

Zunächst sammelte das Projektteam Erfahrungen mit Treibbojen, die in Binnenseen und später auch in Flüssen driften sollten. Der Start einer Reihe von Treibbojen-Missionen bildete die beschriebene Aktion auf dem Bodensee.

Diese Treibboje war mit diversen Sensoren zur Messung von Wasser- und Lufttemperatur, der Wellenbewegung, einem Dreiachsen-Beschleunigungssensor zur Erfassung der Wellen- und Windverhältnisse vor Ort sowie einem GPS-Empfänger zur exakten Bestimmung der jeweiligen Position ausgestattet.

Mit Hilfe eines Senders konnten diese Messwerte nicht nur auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen anlässlich der Amateurfunkausstellung Ham Radio empfangen werden, sondern waren über das Amateurfunknetz europaweit für Schulen und weitere Interessenten verfügbar.

Treibboje
Bild der Boje mit Marcus Wolff, OE9MWI, dem Bootskapitän

Bodensee
Portable HB9JEZ-Relaisstation auf dem Sulzberg
Mit einem allfälligen Abdriften der Boje in Richtung Untersee musste gerechnet werden und eine Standortverschiebung war bereits eingeplant.
Aus dem Bericht können Sie entnehmen, dass dies nicht notwendig war.

Der in der Boje eingebaute Sender bezog den Strom aus der Batterie und sendete mit nur 100 mW auf der für APRS reservierten Frequenz von 144.800 MHz.

Das Jugend Elektronik Zentrum St. Gallen (JEZ) betätigt sich seit Jahren aktiv im AATiS und hatte die Aufgabe gestellt bekommen, während des Versuches die Kommunikation zwischen der Treibboje und dem Messegelände zu unterstützen und zu gewährleisten.


Für die Dauer der Ausstellung betrieb das JEZ deshalb ausserhalb seiner Schulräume auf dem Sulzberg eine Relaisstation, einen sogenannten Digipeater, welcher die Signale vom Bodensee empfing und nach Friedrichshafen weiterleitete.
Am Stand des Arbeitskreises Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule (AATiS) e.V. erfolgte eine Datenauswertung, so dass die Besucher der Ham Radio den Standort der Treibboje live verfolgen konnten.

Bericht vom 30. Juni 2001
Die Mission war leider nicht erfolgreich. Beim letzten Test vor dem Einwassern "bockte" die Boje und war nicht zu reparieren. Daraufhin hatte sie der Konstrukteur mit dem Auto nach Friedrichshafen überführt, wo er einen weiteren Reparaturversuch vornahm.
Das JEZ-Team folgte mit dem Boot auf die Ausstellung, weil alle glaubten, die Boje auf der Rückfahrt aussetzen zu können. Am Abend bestand der Fehler aber immer noch.

Wir vermuteten, dass es sich um ein Abschirmproblem zwischen den Baugruppen handelte. Wenn alles ausgebreitet auf dem Tisch lag, trat keine Störung auf. Sobald die Module jedoch in der schwimmenden Kapsel montiert waren, schaltete der Sender nicht zuverlässig aus und die Sprachausgabe war verzerrt und gestört.

Wir erklärten uns bereit, das Experiment zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.
Durch dieses Projekt konnte das JEZ-Team einige interessante Leute kennenlernen und am AATIS-Stand wurden die JEZ-Unterlagen abgegeben. Die Missionsleiter boten uns sogar an, im nächsten Jahr eine Infoecke belegen zu können, welche durch uns betreut werden könnte.

Unser Digi HB9JEZ auf dem Sulzberg (aufgebaut von Franz, HB9ASF) funktionierte perfekt und diente während der Messezeit vielen APRS-Stationen als Umsetzer. Die Mehrzahl der APRS-Stationen befanden sich wegen der Messe im Raum Friedrichshafen und konnten von unserer guten Funklage profitieren.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen unser Zentrumsleiter Franz Sigg (HB9ASF) gerne zur Verfügung.

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